Rechenbeispiel: Was die Forschungszulage konkret bringt
Zahlen überzeugen mehr als Paragrafen. Hier rechnen wir zwei typische OWL-Betriebe durch — einen mittleren Maschinenbauer und einen kleinen Familienbetrieb.
Beispiel 1: Maschinenbauer, 45 Mitarbeiter
Ein Sondermaschinenbauer aus dem Kreis Gütersloh. In der Konstruktion und Entwicklung arbeiten 6 Personen an kundenspezifischen Neuentwicklungen und an der Verbesserung der eigenen Baureihe.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Personalkosten der 6 Entwickler/Konstrukteure (anteilig für förderfähige Projekte) | 420.000 € |
| + Gemeinkostenpauschale 20 % | 84.000 € |
| Bemessungsgrundlage | 504.000 € |
| Forschungszulage für KMU: 35 % | 176.400 € pro Jahr |
Diese Summe wird mit der Steuerschuld verrechnet — oder ausgezahlt, wenn sie höher ist als die Steuer. Und sie fällt jedes Jahr neu an, solange entwickelt wird.
Rückwirkend: Liefen vergleichbare Projekte auch in den beiden Vorjahren, kann der Betrieb diese nachträglich geltend machen — im Beispiel über 350.000 € zusätzlich, einmalig „aus der Vergangenheit".
Beispiel 2: Familienbetrieb, 12 Mitarbeiter
Ein metallverarbeitender Betrieb bei Halle (Westf.). Zwei Mitarbeiter entwickeln eine neue Spannvorrichtung und automatisieren einen Fertigungsschritt — klassische Prozessentwicklung.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Anteilige Personalkosten (2 Mitarbeiter, je ~50 % Projektanteil) | 70.000 € |
| Eigenleistung des Inhabers (300 Std. × 100 €) | 30.000 € |
| + Gemeinkostenpauschale 20 % (auf Personalkosten) | 14.000 € |
| Bemessungsgrundlage | 114.000 € |
| Forschungszulage für KMU: 35 % | 39.900 € pro Jahr |
Fast 40.000 € — für Arbeit, die ohnehin gemacht wurde. Förderung ist keine Frage der Betriebsgröße, sondern der Frage, ob jemand den Antrag stellt.
Was ist mit dem Aufwand?
Der Anspruch scheitert selten an den Voraussetzungen — sondern an Projektbeschreibung, Stundenabgrenzung und dem Bescheinigungsverfahren. Genau diesen Teil übernehmen wir: Ihr Aufwand beschränkt sich im Kern auf ein Gespräch und die Bereitstellung vorhandener Unterlagen. Wie die Forschungszulage grundsätzlich funktioniert, lesen Sie hier.
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Kostenlose Förder-Analyse anfordern →Vereinfachte Beispielrechnungen, Stand Juni 2026; tatsächliche Beträge hängen vom Einzelfall ab. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.